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Nach einigen Dutzend Funden kommt bei vielen der Wunsch: Ich möchte selbst einen Cache verstecken. Etwas zurückgeben, anderen einen schönen Ort zeigen, die eigenen Ideen umsetzen. Das ist eine großartige Sache – aber auch Verantwortung. Ein Cache muss gepflegt werden, darf niemanden stören und muss die Richtlinien der Plattform erfüllen. Diese Anleitung führt dich Schritt für Schritt zum ersten eigenen Geocache.
Bevor du einen Cache versteckst, solltest du selbst eine ordentliche Anzahl verschiedener Caches gefunden haben. So weißt du, was gute Verstecke ausmacht, welche Behälter dicht halten und was Sucher frustriert. Viele Reviewer empfehlen das ausdrücklich.
Schritt 1: Die Idee – warum gerade hier?
Der beste Grund für einen Cache ist ein besonderer Ort: ein schöner Ausblick, ein verstecktes Denkmal, ein historischer Grenzstein, eine idyllische Lichtung. Ein guter Cache zeigt Suchenden etwas, das sie ohne ihn nicht entdeckt hätten. Ein Filmdöschen am Laternenmast eines Supermarkt-Parkplatzes erfüllt zwar die Regeln, begeistert aber kaum jemanden.
Überleg dir auch den Typ: Ein Traditional ist am einfachsten zu warten. Ein Multi kann durch eine schöne Gegend führen, braucht aber mehr Pflege. Ein Mystery erfordert ein gut durchdachtes Rätsel. Mehr zu den Typen in Geocache-Arten erklärt.
Schritt 2: Die Regeln prüfen
Bevor du dich in einen Ort verliebst, prüfe die wichtigsten Richtlinien der Plattform:
- Mindestabstand: Physische Caches und Stationen müssen mindestens 161 Meter (0,1 Meilen) von anderen physischen Caches und Stationen entfernt sein. Die Karte zeigt nur Traditionals und Startpunkte – versteckte Stationen von Multis und Mysterys siehst du nicht. Der Reviewer prüft das für dich.
- Erlaubnis: Du brauchst die Zustimmung des Grundeigentümers oder Verwalters. Bei öffentlichen Flächen können das die Gemeinde, der Forstbetrieb oder die Naturschutzbehörde sein.
- Nicht vergraben, nichts beschädigen, keine Löcher graben, nichts an Bäume nageln oder schrauben.
- Keine kritischen Orte: Bahnanlagen, Schulen, Kindergärten, militärische Bereiche, Flughäfen, Gebäude von Behörden und Infrastruktur wie Brückenpfeiler sind tabu oder stark eingeschränkt.
- Keine Gefahr: Verstecke dürfen Suchende nicht in Gefahr bringen – Straßenränder, Steilhänge oder einsturzgefährdete Ruinen sind ungeeignet.
- Kein Kommerz und keine Botschaften: Caches dürfen nicht für Produkte, Firmen, Politik oder Religion werben.
- Wartung: Du musst den Cache regelmäßig und zeitnah warten können. Urlaubs-Caches weit weg von zu Hause werden daher in der Regel nicht veröffentlicht.
In Naturschutzgebieten, Nationalparks und an Brutplätzen haben Caches abseits der Wege nichts verloren. Auch Höhlen, Felswände und Totholz können wichtige Lebensräume sein. Wähle Orte, an denen Sucher keine Spuren in empfindlicher Natur hinterlassen.
Schritt 3: Das Versteck
Ein gutes Versteck ist trocken, sicher und ohne Schaden erreichbar. Typische Möglichkeiten:
- Am Fuß eines Baumes zwischen Wurzeln, abgedeckt mit Rinde oder Laub
- In einem natürlichen Hohlraum zwischen Steinen (ohne Mauern zu beschädigen)
- Magnetisch an Metall (Geländer, Schilder – nur wenn es nicht stört)
- Hängend an einem Ast mit dünner Schnur
- In einem selbst gebauten, getarnten Behälter (falscher Stein, Vogelhaus, Holzklotz)
Denk an die Sucher: Wo werden sie suchen? Werden sie dabei etwas zertrampeln? Ist das Versteck im Winter, im Sommer und nach einem Sturm noch auffindbar?
Schritt 4: Den richtigen Behälter wählen
Der Behälter entscheidet, ob dein Cache in zwei Jahren noch trocken ist. Bewährt haben sich:
- Lock&Lock-Dosen mit Silikondichtung und vier Klappverschlüssen (Small/Regular)
- Munitionskisten aus Metall – extrem dicht und robust (Regular/Large)
- Petlinge aus PET-Flaschenrohlingen (Micro)
- Magnetische Nanos für Stadtcaches (Nano/Micro)
Filmdosen und einfache Schraubgläser sind dagegen oft undicht. Eine ausführliche Übersicht findest du im Ratgeber Geocache-Behälter.
LocknLock Frischhaltedose 2,3 Liter
Original LocknLock-Dose mit umlaufender Silikondichtung und vier Klappverschlüssen. Der bewährte Standard für Regular-Caches.
- Sehr dicht
- Robust und durchsichtig
- Günstig
- Nicht getarnt – Tarnband oder Farbe nötig
Ideal für: Regular-Caches im Wald.
Preis auf Amazon prüfen*geo-versand Geocaching-Behälter-Paket (41 Teile, mit Lock&Lock-Dose)
Gemischtes Owner-Paket mit Nanos, Micros, Micnos und Petlingen samt passenden Logstreifen und Logbüchern sowie einer dichten Lock&Lock-Dose – genug Material für mehrere eigene Caches unterschiedlicher Größe.
- Viele Behältertypen zum Ausprobieren
- Logstreifen und Logbücher passend dabei
- Original Lock&Lock-Dose enthalten
- Überwiegend Micro-Behälter
- Nicht jedes Teil braucht man sofort
Ideal für: Angehende Owner.
Preis auf Amazon prüfen*HMF Munitionskiste aus Metall (grün)
Robuste Stahlkiste im klassischen Ammo-Box-Stil (ca. 27,5 × 17,5 × 9,5 cm) mit Schwerlastverriegelung; der Deckel schließt laut Hersteller luftdicht. Unverwüstlich – der Traum für große Caches.
- Sehr robust, dicht schließender Deckel
- Viel Platz für Tausch und Trackables
- Langlebig
- Mit rund 1,75 kg schwer
- Militär-Aufdruck besser überkleben, gute Tarnung nötig
Ideal für: Regular-Caches an geschützten Orten.
Preis auf Amazon prüfen*Schritt 5: Befüllen und beschriften
In jeden Cache gehören:
- Logbuch oder Logstreifen – am besten wasserfest, in einem Zip-Beutel. Siehe Logbuch für den Geocache.
- Stashnote – ein Hinweiszettel für Unbeteiligte, der erklärt, was Geocaching ist.
- Beschriftung außen – „Geocache“ und der GC-Code, damit ein zufälliger Finder den Behälter nicht für Müll oder etwas Bedrohliches hält.
- Optional: Stift, Tauschgegenstände, Trackable-Hotel, FTF-Urkunde.
Geocaching-Aufkleber-Set mit Stashnote
Aufkleberset zum Beschriften von Petlingen, Filmdosen, Dosen und Logbüchern – inklusive Stashnote-Hinweis für zufällige Finder.
- Dose wird als Geocache erkennbar
- Mehrere Größen
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Ideal für: Jeden Owner.
Preis auf Amazon prüfen*Schritt 6: Koordinaten genau messen
Ungenaue Koordinaten sind der häufigste Grund für frustrierende Suchen. So misst du sorgfältig:
- Gerät oder Smartphone einige Minuten am Versteck liegen lassen, bis sich die Anzeige stabilisiert.
- Mehrere Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten machen (z.B. an zwei Tagen) und den Mittelwert bilden. Viele GPS-Geräte haben dafür eine Mittelungsfunktion.
- Die Koordinaten im Format Grad und Dezimalminuten (N 48° 12.345 E 010° 54.321) notieren.
- Anschließend selbst noch einmal zum Versteck navigieren: Führt der Pfeil dich zuverlässig hin?
Schritt 7: Das Listing schreiben
Die Beschreibung (das Listing) ist die Visitenkarte deines Caches. Erzähl etwas über den Ort, die Geschichte, die Besonderheit. Setze ehrliche D/T-Wertungen, wähle die passende Größe und sinnvolle Attribute (kinderfreundlich, Parkplatz, saisonal, Nachtcache …). Ein guter Hinweis hilft, ohne alles zu verraten.
Schritt 8: Einreichen und Veröffentlichung
Reiche das Listing zur Prüfung ein. Ehrenamtliche Reviewer prüfen, ob dein Cache die Richtlinien erfüllt – vor allem Abstände, Erlaubnis und Lage. Antworte freundlich auf Rückfragen; oft genügt eine kleine Anpassung. Nach der Veröffentlichung dauert es manchmal nur Minuten, bis die ersten FTF-Jäger auftauchen.
Schritt 9: Pflegen
Als Owner trägst du Verantwortung. Lies die Logs, reagiere auf „Needs Maintenance“, tausche volle oder nasse Logbücher aus und prüfe den Cache regelmäßig – besonders nach Stürmen und im Frühjahr. Wenn du einen Cache nicht mehr pflegen kannst, archiviere ihn und entferne den Behälter. Liegengebliebene Dosen sind Müll im Wald.
Besonderer Ort, Erlaubnis, dichter Behälter, genaue Koordinaten, ehrliche Beschreibung – und dann regelmäßig pflegen. Wer diese Punkte beachtet, schafft einen Cache, über den sich Sucher jahrelang freuen.
Häufige Fragen
Wie viele Funde brauche ich, um einen Cache zu verstecken?
Es gibt keine feste Mindestzahl, aber Erfahrung ist dringend empfohlen. Wer selbst viele unterschiedliche Caches gefunden hat, versteckt bessere und langlebigere Caches.
Wie lange dauert die Veröffentlichung?
Das hängt von der Auslastung der ehrenamtlichen Reviewer ab. Oft geht es innerhalb weniger Tage, bei Rückfragen oder in Ferienzeiten auch länger. Plane etwas Puffer ein.
Darf ich einen Cache im Wald verstecken?
Grundsätzlich ja, wenn der Waldbesitzer zustimmt und keine Schutzgebietsregeln dagegen sprechen. Gerade bei Staats- und Kommunalwald lohnt sich eine kurze Anfrage beim zuständigen Forstbetrieb.
Was kostet ein eigener Cache?
Ein einfacher Cache kostet nur ein paar Euro: Behälter, Logbuch, Zip-Beutel, Stift, Aufkleber. Aufwendige Gadget-Caches mit Mechanik oder Elektronik können deutlich teurer werden.



