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Geocaching-Begriffe: Das Lexikon von A wie Attribut bis Z wie Zone

Aktualisiert am 6 Min. LesezeitRedaktion Geocaching-Tipps
Volles, abgegriffenes Geocache-Logbuch in der Hand

Wer zum ersten Mal Geocache-Logs liest, fühlt sich schnell wie in einer Geheimsprache: „TFTC, schneller FTF, vorher zwei DNF wegen Muggeln, Petling wieder gut versteckt.“ Keine Sorge – die meisten Begriffe sind schnell gelernt. Hier findest du die wichtigsten Wörter und Abkürzungen der Geocaching-Welt, alphabetisch sortiert.

A bis C

Adventure Lab: Cache-Format ohne Dose, das in einer eigenen App läuft. Du besuchst mehrere Orte und beantwortest dort Fragen.

Archiviert: Ein Cache, der dauerhaft stillgelegt wurde. Er erscheint nicht mehr auf der Karte und kann nicht mehr geloggt werden.

Attribute: Kleine Symbole auf der Cache-Seite mit Zusatzinfos – etwa „kinderfreundlich“, „Taschenlampe nötig“, „im Winter erreichbar“ oder „Nachtcache“.

BYOP: „Bring your own pen“ – im Cache liegt kein Stift, du musst einen eigenen mitbringen.

Bonus-Cache: Ein Cache, dessen Koordinaten sich aus Hinweisen in mehreren anderen Caches einer Serie ergeben.

Cache: Kurz für Geocache – der versteckte Behälter samt Logbuch, aber auch die Cache-Seite im Internet.

Cacher / Geocacher: Menschen, die Geocaching betreiben.

Cachername: Dein Name in der Geocaching-Welt, mit dem du dich in Logbücher einträgst.

Checker: Online-Werkzeug, mit dem du die Lösung eines Mystery-Caches prüfen kannst, bevor du losgehst.

CITO: „Cache In, Trash Out“ – das Prinzip, auf Cache-Touren Müll mitzunehmen. Auch Name für Events, bei denen gemeinsam aufgeräumt wird.

Coin: Siehe Geocoin.

Coordinates (Koordinaten): Die Positionsangabe eines Caches, meist im Format N 48° 12.345 E 010° 54.321 (Grad und Dezimalminuten, Kartendatum WGS84).

D bis F

D/T: Difficulty/Terrain – Schwierigkeit und Gelände eines Caches, jeweils von 1 bis 5 in halben Schritten. Mehr dazu in Geocache-Arten erklärt.

D/T-Matrix: Statistik-Herausforderung, bei der man alle 81 Kombinationen aus Schwierigkeit und Gelände gefunden haben möchte.

Deaktiviert: Ein Cache ist vorübergehend nicht auffindbar, etwa wegen Wartung oder Bauarbeiten.

DNF: „Did not find“ – Log-Typ, wenn du einen Cache nicht gefunden hast. Hilft dem Owner und anderen Suchenden.

Dose: Umgangssprachlich für jeden Cache-Behälter.

Earthcache: Cache ohne Behälter an einem geologisch interessanten Ort. Zum Loggen beantwortest du Fragen zur Geologie.

Event: Treffen von Geocachern, das wie ein Cache auf der Karte erscheint. Größere Varianten heißen Mega-Event (ab 500 Teilnehmenden) und Giga-Event (ab 5.000).

Final: Das eigentliche Versteck eines Multi- oder Mystery-Caches, also die letzte Station.

FTF: „First to find“ – wer einen neuen Cache als Erstes findet. Für viele Cacher ein sportlicher Ehrgeiz; in manchen Caches liegt ein kleiner FTF-Preis.

Fund / Found it: Log-Typ für einen erfolgreichen Fund.

G bis L

GC-Code: Eindeutige Kennung jedes Caches auf geocaching.com, beginnt mit „GC“, zum Beispiel GC12AB3.

Geocoin: Münze mit Tracking-Code, die als Trackable von Cache zu Cache reist – oder als Sammlerstück im Regal bleibt. Mehr im Ratgeber Travel Bugs & Geocoins.

GPSr: Abkürzung für GPS-Empfänger, also ein separates GPS-Gerät. Unsere Empfehlungen findest du im GPS-Geräte-Vergleich.

Ground Zero (GZ): Der Punkt, auf den die Koordinaten zeigen – die unmittelbare Umgebung des Verstecks.

Hint (Hinweis): Verschlüsselter Tipp zum Versteck auf der Cache-Seite. Klassisch mit ROT13 verschlüsselt, in Apps per Tipp aufdeckbar.

Bison-Tube: Kleines Röhrchen aus Aluminium mit Schraubdeckel und Öse – ein beliebter Micro-Behälter, der gern an Ästen oder Zäunen hängt.

Lab Cache: Siehe Adventure Lab.

Letterbox: Cache-Typ mit Stempel, oft mit Wegbeschreibung statt Koordinaten.

Listing: Die Cache-Beschreibung auf der Website.

Log: Der Eintrag im Logbuch vor Ort oder der Online-Eintrag zu einem Cache.

Logbuch / Logstreifen: Das Büchlein oder der Papierstreifen im Cache, in das du dich einträgst. Wasserfeste Varianten stellen wir im Ratgeber Logbuch für den Geocache vor.

M bis P

Magnetisch: Viele kleine Caches haften mit Magneten an Metallflächen – Geländer, Schilder, Leitplanken.

Maintenance (Wartung): Pflege eines Caches durch den Owner – Logbuch tauschen, Dose trocknen, Versteck prüfen.

Micro: Kleiner Cache unter 100 ml, etwa eine Filmdose oder ein Petling.

Muggel: Nicht-Geocacher. Der Begriff stammt aus Harry Potter. „Gemuggelt“ heißt, dass ein Cache von Unbeteiligten entdeckt und entfernt wurde.

Multi: Cache mit mehreren Stationen, an denen du Hinweise zum Final sammelst.

Mystery / Unknown: Rätsel-Cache, dessen Koordinaten du erst durch das Lösen einer Aufgabe ermittelst. Siehe Mystery-Caches lösen.

Nano: Winziger Cache, kaum größer als ein Fingernagel, meist magnetisch, nur mit Logstreifen.

Nachtcache: Cache, der nur im Dunkeln funktioniert – mit Reflektoren oder UV-Markierungen. Siehe UV-Lampe fürs Geocaching.

NA / Needs Archived: Log, mit dem man einen Reviewer bittet, einen Cache zu prüfen und gegebenenfalls zu archivieren – etwa weil er gefährlich liegt oder seit Langem verschwunden ist.

NM / Needs Maintenance: Hinweis an den Owner, dass der Cache Wartung braucht.

Owner: Die Person, die einen Cache versteckt hat und betreut.

Petling: Beliebter Mikro-Behälter aus einem PET-Flaschenrohling mit Schraubdeckel. Mehr im Ratgeber Geocache-Behälter.

Premium-Cache (PMO): Cache, den nur Premium-Mitglieder sehen und loggen können („Premium Members Only“).

Pocket Query (PQ): Gespeicherte Suchabfrage für Premium-Mitglieder, um Cache-Daten gesammelt herunterzuladen.

Powertrail: Strecke mit vielen Caches in kurzen Abständen.

R bis T

Reflektor (Refli): Reflektierende Markierung an Bäumen oder Pfosten, die bei Nachtcaches im Licht der Taschenlampe aufleuchtet und den Weg weist.

Reviewer: Ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer, die neue Caches vor der Veröffentlichung auf die Einhaltung der Richtlinien prüfen.

ROT13: Einfache Verschlüsselung, bei der jeder Buchstabe um 13 Stellen im Alphabet verschoben wird. Wird für Hinweise verwendet.

Spoiler: Information, die das Versteck oder eine Rätsellösung verrät. In Logs und Fotos tabu.

Stage / Station: Zwischenstation eines Multi-Caches.

Stashnote: Hinweiszettel im Cache, der Unbeteiligten erklärt, was Geocaching ist und dass der Behälter liegen bleiben soll.

Statistik: Übersicht über eigene Funde – Anzahl, Cache-Typen, Länder, Kalenderfüllung und mehr.

SWAG: Tauschgegenstände im Cache, oft als „Stuff We All Get“ gedeutet.

TB: Travel Bug – Trackable in Form einer Hundemarke mit Tracking-Code.

TFTC: „Thanks for the cache“ – kurzer Dank im Log. Varianten: TFTH („Thanks for the hide“) und DFDC („Danke für den Cache“).

TNLN: „Took nothing, left nothing“ – nichts getauscht.

Trackable: Oberbegriff für Gegenstände mit Tracking-Code (Travel Bugs, Geocoins), deren Reise online verfolgt wird.

Tradi: Traditional Cache – Dose direkt an den angegebenen Koordinaten.

U bis Z

Update / Koordinatenkorrektur: Owner können die Koordinaten nachträglich korrigieren, wenn sie ungenau waren.

Virtual: Cache ohne Behälter, bei dem man einen Ort besucht und eine Frage beantwortet oder ein Foto macht.

Watchlist: Beobachtungsliste, über die du bei neuen Logs zu einem Cache benachrichtigt wirst.

Wegpunkt: Gespeicherte Koordinate, etwa für Parkplätze, Stationen oder den Final.

Wherigo: Interaktives Outdoor-Spiel mit eigener App, das am Ende zu einem Cache führt.

WGS84: Das weltweit verwendete Kartendatum, auf das sich Geocaching-Koordinaten beziehen.

Zone / Sperrzone: Bereich von rund 161 Metern um bestehende physische Caches und Stationen, in dem kein neuer Cache-Behälter liegen darf. Wichtig, wenn du selbst einen Cache verstecken willst.

Logbuch-Tipp

Ein schlichtes „TFTC“ ist erlaubt, aber Owner freuen sich über ein paar persönliche Sätze. Schreib, was dir gefallen hat – ohne das Versteck zu verraten. Das motiviert Owner, ihre Caches weiter liebevoll zu pflegen.

Häufige Fragen

Was heißt TFTC?

TFTC steht für „Thanks for the cache“ – ein kurzer Dank an den Owner im Log. Die deutsche Variante lautet DFDC („Danke für den Cache“).

Was ist ein Muggel?

Ein Muggel ist ein Nicht-Geocacher. Der Begriff stammt aus den Harry-Potter-Büchern, in denen nichtmagische Menschen so heißen. Wird ein Cache von Unbeteiligten entfernt, sagt man, er wurde „gemuggelt“.

Was bedeutet FTF?

FTF steht für „First to find“ – den Erstfund eines neu veröffentlichten Caches. Manche Cacher machen regelrecht Jagd auf FTFs und fahren direkt nach der Veröffentlichung los.

Was ist der Unterschied zwischen DNF und NM?

DNF („Did not find“) bedeutet nur, dass du den Cache nicht gefunden hast. NM („Needs Maintenance“) setzt du, wenn du den Cache gefunden hast, er aber Wartung braucht – etwa weil das Logbuch nass oder voll ist.

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